Rahmenvertrag reha-entlassmanagement

Mehrere Quellen deuten darauf hin, dass die Versorgungsqualität bei oder als Folge der Krankenhausentlassung suboptimal sein kann.28 In einer großen telefonischen Befragung von 400 Patienten nach der Entlassung fanden Forster et al.17 heraus, dass fast 20 % irgendeine Form von unerwünschten Vorhaben berichteten, von denen 6 % vermeidbar und 6 % ameliorierbar waren. Die Forschung hebt eine Reihe gemeinsamer Risiken im Zusammenhang mit der Entladung auf, z. B. im Zusammenhang mit der Behandlung von Arzneimitteln, der Bereitstellung geeigneter Gesundheits- und Sozialfürsorge, unvollständigen Tests und Scans, der Anpassung und Verwendung von Häuslichen Anpassungen und den Risiken von Stürzen, Infektionen oder Wunden.17–28 Die zugrunde liegenden Ursachen dieser Risiken können von Faktoren reichen, die mit dem Zustand des Patienten oder Komorbiditäten zusammenhängen. , zur Beurteilung des Patientenbedarfs, zur Verfügbarkeit von Spezialressourcen in der Gemeinschaft und zu umfassenderen organisatorischen und kulturellen Faktoren. Zum Beispiel zeigt die Forschung, dass der Zustand des Patienten, wie Hüftfraktur, und andere Komorbiditäten, insbesondere kognitive Funktion und Fragilität, einen Cluster von Risiken darstellen können, insbesondere für ältere Patienten, die den Entladungsprozess erschweren können.73,74 Die Forschung legt auch nahe, dass die Tages-, Wochen- oder Jahreszeit auch Auswirkungen auf die Entladungsplanung und -qualität haben kann. Insbesondere haben sich die Entlassungen während des Wochenendes im Vergleich zu den Zwischenmenschlichen, die zwischen Dienstag und Freitag stattfinden, erhöht und 34 % aller Todesfälle nach der Entlassung ausmacht.75,76 Aktuelles Denken in bezug auf die Patientensicherheit wird weitgehend durch Theorien und Forschungen in den Bereichen Ergonomie und menschliche Faktoren beeinflusst. Im Großen und Ganzen deutet dies darauf hin, dass Leistungsfehler nicht notwendigerweise durch individuelle Fahrlässigkeit, Bosheit oder Inkompetenz, sondern häufiger durch Druck im Arbeitsumfeld herbeigeführt werden.96 Diese Argumentation unterscheidet zwischen “aktiven” und “latenten” Fehlern. Ersteres bezieht sich auf einzelne Ausrutscher, Fehler oder Auslassungen, die zu Patientenschäden führen; die unsicheren Bedingungen, die das Potenzial für aktiven Fehler oder Patientenschäden schaffen, ermöglichen oder verschärfen. Dazu können schlecht konzipierte Arbeitsregelungen, schlechte Abwehr- und Frühwarnmechanismen oder eine übermäßige Abhängigkeit von Automatisierung gehören.

Dieser Ansatz legt nahe, dass die Risikominderung nicht nur auf die individuelle Leistung, sondern auf die vorgelagerten Faktoren, die Leistungsfehler anfällig machen, zum Beispiel durch Standardisierung des Aufgabendesigns, Verbesserung des Zusammenhalts und der Kommunikation im Team, Linderung der Situationsunklarheit und Anerkennung des Einflusses von Ressourcenmanagement und Kultur, berücksichtigt werden sollte.96 Wissensaustausch beinhaltet mehr als die Kommunikation von Informationen, sondern bezeichnet den Austausch und die Verwendung von Bedeutungen. , Annahmen, Praktiken und Know-how zwischen verschiedenen Gruppen, um gemeinsame Verständigungen und gemeinschaftliche Praktiken zu schaffen.11 Bei vielen Verbesserungsstrategien, wie Wissensmanagement und evidenzbasierter Medizin, ist Wissen als explizite, abstrakte und greifbare Ressource konzipiert, auf die zugegriffen, kodifiziert und ausgetauscht werden kann, beispielsweise in Form von formalen Richtlinien oder Vorfallberichten. Mit anderen Worten, es ist eine explizite “Sache”, mit anderen in Form von Dokumenten oder Beweisen geteilt zu werden. Dies steht im Gegensatz zu der Vorstellung, dass Wissen oder Know-how oft stillschweigend ist, Erfahrungserfahrung und in der Praxis angesiedelt.116 In diesem Sinne ist Wissen schwer zu teilen und wird in der Regel durch die Teilnahme an Praxisgemeinschaften erworben und entwickelt.117 Kurz gesagt, Wissen ist keine “Sache”, die eine Gemeinschaft “hat”, sondern vielmehr ist es, was sie “tun” und wer sie “sind”.117 Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Bemühungen, den Wissensaustausch zu verstehen und zu fördern, nicht nur auf das Formale konzentrieren sollten. Zusammenstellungen von Wissen, aber auch die informelleren und unartikulierten Manifestationen von Know-how. Wissensaustausch ist daher mehr als die Kommunikation von Informationen; sie bezieht sich darauf, wie die Bedeutungen, das “Know-how” und die Praktiken einer Gruppe oder Organisation geteilt und in die Praktiken einer anderen Gruppe integriert werden können.10 Dieser “Systemansatz” zur Patientensicherheit wurde durch Politiken wie To Err is Human1 und An Organisation with a Memory2 artikuliert und durch große Programme der angewandten Gesundheitsforschung entwickelt.3 , “Team”, “Situations”- und “organisatorische” Faktoren tragen zur klinischen Sicherheit an vorderster Front bei.97 Diese Konzeptionderisierung der Sicherheit lenkt die Aufmerksamkeit auf die Art und Weise, wie die Gesundheitsversorgung organisiert und durch ein System voneinander abhängiger Elemente bereitgestellt wird, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.1 Auf der Grundlage dieser Ideen wurden verschiedene Strategien gefördert, um die Bedrohungen für die Patientensicherheit besser zu verstehen und anzugehen.

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